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Operation und Aufklärung

Das Besprechen des Risikos für Komplikationen ist ein wichtiger Bestandteil des Aufklärungsgespräches. Hierbei soll der Patient keinesfalls durch die Informationen des Operateurs irritiert werden. Vielmehr muss der Operateur den Patienten mit den möglichen Komplikationen eines Eingriffes auseinandersetzen. Der Gesetzgeber  schreibt dies dem Arzt vor. Dem Patienten eröffnet sich die Möglichkeit, sich noch besser zu informieren. Die Risiken bei Wahleingriffen sind heutzutage gering. Die meisten Komplikationen bei Operationen sind gut behandelbar. Im Falle einer Komplikation ist es für den Patienten wichtig, vorher über die Behandlung einer eventuellen Komplikation wenigstens grob Bescheid zu wissen.

Bei jeder Operation besteht sie Möglichkeit, dass sog. Komplikationen eintreten. Jeder Operateur wird alles dafür tun, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.
Aber auch der Zustand des Patienten (Begleiterkrankungen oder schädliche Verhaltensweisen, wie Rauchen und Unsportlichkeit) können das Risiko für das Auftreten von Komplikationen beeinflussen. Der Operateur wird dem Patienten gerne Hinweise dafür geben, wie er durch sein eigenes Verhalten vor der Operation und vor allem nach der Operation für das gute Gelingen und gegen das Auftreten von Komplikationen  Sorge tragen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Komplikationen bei Operationen
Seriöse Operateure klären den Patienten auch über Risiken gut auf.


 

Allgemeine Komplikationen orthopädischer Operationen

Bei jeder Operation erfolgt im Vorfeld eine sorgfältige Vorbereitung. Dabei spielt das  Aufklärungsgespräch des Patienten mit dem Operateur eine hervorragende Rolle. Nicht nur der orthopädische Chirurg (Operateur), sondern auch der Patient muss über die anstehende Operation in vollem Umfang Bescheid wissen. Allerdings werden selbst heutzutage noch viele Patienten über die Operation nur sehr flüchtig aufgeklärt. Oft fehlt es an Zeit, so dass sich mancher Patient nicht vollständig über den Eingriff aufgeklärt fühlt.

Das wesentlich Wissenswerte an den meisten Operationen ist allerdings auch für den Laien sehr gut verständlich.

Erfahrende Chirurgen berichten in Auswertung ihres Schaffens davon, dass ein aufgeklärter Patient wesentlich bessere Heilungschancen hat, als derjenige Patient, der sich für seine gesundheitliche Situation nur gering oder gar nicht interessiert.

Der Chirurg klärt den Patienten vor der Operation über den gesamten Verlauf der  Behandlung auf. Er geht bei dem Aufklärungsgespräch genau auf die Vorbereitung der OP, auf das Verfahren  während der Operation (incl. auf Erweiterung oder Minimierung des Eingriffes) und die Nachbehandlung nach der Operation ein. Der Patient sollte sich auf dieses Gespräch vor einer Wahloperation (Operation mit minderer Dringlichkeit) gut vorbereiten und sich konkrete Fragen an den Operateur eventuell im Vorfeld notieren und diese dann im Gespräch stellen.
Auch nach dem Aufklärungsgespräch bis zur Operation ist es noch möglich, dem Operateur Fragen zu stellen. Bitten Sie nötigenfalls einfach um ein zweites Gespräch!

Das Besprechen des Risikos für Komplikationen ist ein wichtiger Bestandteil des Aufklärungsgespräches. Hierbei soll der Patient keinesfalls durch die Informationen des Operateurs irritiert werden. Vielmehr muss der Operateur den Patienten mit den möglichen Komplikationen eines Eingriffes auseinandersetzen. Der Gesetzgeber  schreibt dies dem Arzt vor. Dem Patienten eröffnet sich die Möglichkeit, sich noch besser zu informieren. Die Risiken bei Wahleingriffen sind heutzutage gering. Die meisten Komplikationen bei Operationen sind gut behandelbar. Im Falle einer Komplikation ist es für den Patienten wichtig, vorher über die Behandlung einer eventuellen Komplikation wenigstens grob Bescheid zu wissen.

Bei jeder Operation besteht sie Möglichkeit, dass sog. Komplikationen eintreten. Jeder Operateur wird alles dafür tun, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.
Aber auch der Zustand des Patienten (Begleiterkrankungen oder schädliche Verhaltensweisen, wie Rauchen und Unsportlichkeit) können das Risiko für das Auftreten von Komplikationen beeinflussen. Der Operateur wird dem Patienten gerne Hinweise dafür geben, wie er durch sein eigenes Verhalten vor der Operation und vor allem nach der Operation für das gute Gelingen und gegen das Auftreten von Komplikationen  Sorge tragen kann.


 

Welche Komplikationen sind gemeint?
Als allgemeine Komplikationen werden diese  bezeichnet, die  bei fast jeder Operation eintreten können. Die häufigsten und wichtigsten allgemeinen Komplikationen sind:
 

- Wundheilungsstörungen:
Als Wundheilungsstörungen werden Störungen des sog. primären Wundverschlusses / Wundheilung bezeichnet. Die Wundränder heilen nicht wie vorgesehen glatt aneinander. Die Dauer der Wundheilung ist verlängert. Der Heilverlauf ist gestört. Die Wunde bedarf länger die Behandlung und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (u. a. Verbandswechsel, besondere Sauberkeit, ggf. Schonung und regelmäßige Kontrolle durch den Arzt) als geplant.
 
- Wundinfektionen:
Mit Wundinfektionen sind Entzündungen gemeint, meist aufgrund einer Infektion der Wunde mit einfachen Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken). Diese Bakterien gehören eigentlich zu unserer gesunden Hautflora und können nach einer Operation im Wundgebiet schädlich werden. Wenn bei dem betroffenen Patienten z.B. Begleiterkrankungen vorliegen, sind in seltenen Fällen auch schwere Infektionen mit schwer behandelbaren oder mit sog. multiresistenten Bakterien möglich. Die multiresistenten Keime sind gegen die meisten Antibiotika der modernen Medizin resistent und deshalb sehr gefährlich. Bei Infektionen der Operationswunde können Bakterien auch benachbarte Organe infizieren. Zum Beispiel kann die sog. Osteomyelitis (Knochenentzündung) auftreten. Hierbei ist es oft erforderlich mehrere Operationen hintereinander durchzuführen (z.B. sog. Etappenlavage: bei manchmal täglichen Operationen reinigt der Operateur große Wundareale mit einer speziellen Spüllosung und legt ggf. Antibiotikum getränkte Ketten- in die Wunde ein, um die Keimzahl zu reduzieren).  Noch viel seltener ist eine sog. Sepsis. Von Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, spricht man, wenn sich die Infektion mit Bakterien von der Wunde über das Blut auf andere Organe des Menschen weiterverbreitet. Diese Krankheit bedarf meist intensiver Krankenhausbehandlung. In solchen seltenen Fällen besteht u. U. Lebensgefahr.

 

- Verletzung benachbarter Strukturen: Hiermit sind vor allem Nerven- Sehnen- oder Gefäßverletzungen gemeint. Trotz des hohen Standards in der Ausbildung der orthopädischen Chirurgen kann es besonders bei schwierigen Operationenverhältnissen oder in kritischen Phasen der Operation zu ungewollten Verletzungen von Körperstrukturen kommen. Dies ist glücklicherweise besonders selten.
Aus den Verletzungen können Folgeerscheinungen hervorgehen.
Zum Beispiel kann die Schädigung eines Nervens, der für die Gefühlsweiterleitung eines Zeigefingers zuständig ist, mit dem Ausfall der Gefühlseigenschaft oder mit der Beeinträchtigung dieser Gefühlseigenschaft verbunden sein. Dies kann bei dem betroffenen Patienten zu einem Taubheitsgefühl oder zu Kribbeln der Haut im kleinen Finger führen. Ein Nerv, der zerschnitten wurde, kann nur sehr selten seine Funktion wieder aufnehmen. Wenn ein Nerv  während der Operation gequetscht, verdrängt oder auf anderem Wege mechanisch gering beschädigt wurde, kann er seine normale Funktion u. U. von selbst wieder erlangen. Die Durchtrennung größerer Nerven wird in der Regel noch während der Operation durch eine Nervennaht behandelt. Bei der Durchtrennung von Muskeln und Sehnen können im Fall der Früherkennung noch während der Operation Gegenmaßnahmen (Naht) ergriffen werden. Beim Verletzen eines Gefäßes sind Einblutungen in das Gewebe möglich (Hämatome), größere Hämatome müssen früh erkannt werden und benötigen Behandlung, da ein hohes Risiko zur Infektion eines Hämatomes besteht.

 


- Thrombose: Als Thrombose bezeichnet man die Bildung eines Blutgerinnsels in den tief liegenden Venen  vor allem der Beine und der Arme (Venen sind Adern, die Blut zum Herzen führen). Am häufigsten kommen Thrombosen in den Unterschenkeln vor. Begünstigt wird das Auftreten von Thrombosen durch jegliche Form von Operationen. Grund hierfür ist der „Tatbestand der Immobilisation, d. h. weniger Körperaktivität begünstigt das Entstehen von Thrombosen. Insbesondere das Gehen und Laufen ist nach einer Operation meist nur eingeschränkt möglich. Unsere normale Körperaktivität ("die normalen Gänge im Alltag") hat einen positiven Effekt auf das Strömen des Blutes in unseren Adern. Dieser positive Effekt ist also durch die geringe Mobilität bei und v. a. nach jeder Operation gehemmt. In der Regel muss der Patient während der Operation und nach der Operation in einem Bett liegen, so dass der Blutfluss in den Adern langsamer wird. Es kann passieren, dass in den Unterschenkelvenen feste Bestandteile des Blutes an der Innenwand der Vene kleben bleiben und die Vene verengen. Die enge Stelle wird als Thrombus bezeichnet. Eine Thrombose ist entstanden. Sie kann den betroffenen Unterschenkel durch Schwellung und weitere Folgezustände sehr stark und sogar auf Dauer schädigen. Lebensbedrohlich ist jedoch die Folgekrankheit der Thrombose:



- die Lungenembolie: Hierbei löst sich das Gerinnsel (der Thrombus) von der Venenwand und wird entlang der Venen im Blut in Richtung Herz geschwemmt und verstopft schließlich lebenswichtige Lungengefäße. Lungenembolien können zum Tode führen, können aber auch völlig unbemerkt ablaufen. Bei der Planung einer jeden Operation sind Maßnahmen gegen Thrombose von absoluter Wichtigkeit. Nicht jeder Patient erhält Blutverdünnungsmittel (Heparin, z. B. als Spritze unter die Haut in die Bauchdecke), bei vielen Patienten ist eine sog. Frühmobilisation und das Tragen von Kompressionsstrümpfen für die Beine ausreichend.            
- Tod. Über den Tod wird nicht gern geredet. So spielt er auch bei den Aufklärungsgesprächen selten eine Rolle. In der Regel treten Komplikationen nur sehr selten auf und lebensgefährliche Komplikationen fast gar nicht. Auch ist die Behandlung von schweren Komplikationen in Deutschland mit seinen modernen Krankenhäusern nahezu optimal.


- Tod. Über den Tod wird nicht gern geredet. So spielt er auch bei den Aufklärungsgesprächen selten eine Rolle. In der Regel treten Komplikationen nur sehr selten auf und lebensgefährliche Komplikationen fast gar nicht. Auch ist die Behandlung von schweren Komplikationen in Deutschland mit seinen modernen Krankenhäusern nahezu optimal. Das Risko einer Operation ist Sache von Patient uns Operateur.  Beide gleichen Dringlichkeit, Nutzen und Risiken vor dem Eingriff genau ab und entscheiden über das Vorgehen. Dabei sollten Offenheit und Ehrlichkeit die Basis für das erfolgversprechende Vertrauensverhältnis sein.

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