Meniskus - patientenfax.de

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Meniskus, Kniespiegelung (Arthroskopie),


Der häufigste Gründ für die Durchführung einer Arthroskopie des Kniegelenkes ist ein Schaden an den Menisken (Meniskusriss). Bei größeren Schäden an den Menisken besteht die Gefahr, dass der Knorpelüberzug beider großer Gelenkknochen am Kniegelenk geschädigt wird und somit schneller als entsprechend dem normalen Alterungsprozess im Kniegelenk eine Abnutzung und Ausdünnung des Gelenkknorpels (Arthrose) entsteht. Auch wegen der manchmal lang anhaltenden Reizzustände oder Entzündungen des Gelenkes mit einem Meniskusschaden können Langzeitschäden wie Verlust der Belastbar- und der Beweglichkeit folgen. Der orthopädische Chirurg führt eine Operation des kranken Gelenkes durch.


Meniskusschäden, Arthrose, Kapsel- oder Bandverletzung


Der kleinstmögliche Eingriff ist eine Spiegelung „Arthroskopie" des Kniegelenkes bei der durch mindestens zwei kleine Schnitte ein Zugang zu dem Kniegelenk geschaffen wird.


Durch diese sog. Schlüssellochoperation sind  fast alle notwendigen Operationsschritte durchführbar ohne das Kniegelenk weiter zu traumatisieren oder gar ganz zu öffnen. Der Operateur führt meistens zwei Kanülen in das Kniegelenk ein. Über die eine wird Licht und Wasser in das Kniegelenk hinein gegeben. Über die andere Kanüle kann ein Arbeitsinstrument, wie Häkchen oder Fasszange und verschiedene Fräsen zur Knorpelglättung etc. eingeführt werden.


Nachdem in den 80er Jahren oft noch der ganze Meniskus aus dem Kniegelenk entfernt wurde, werden heute meist nur Meniskusteile entfernt.
Nur die zerschlissenen/eingerissenen Meniskusanteile werden geglättet bzw. herausgeschnitten. Gleichzeitig kann bei einer Arthroskopie das gesamte Kniegelenk sehr gut vom orthopädischen Chirurg inspiziert und beurteilt werden und für das MRT (Magnet - Resonanz - Tomogramm) nicht erkennbare Schäden des Kniegelenkes können direkt diagnostiziert und behandelt werden.


Der Meniskus


Die Menisken sind halbmondförmige Knorpelscheiben, die zwischen Ober- und Unterschenkel gelagert sind, um Stöße im Sinne einer Stoßdämpfung aufnehmen zu können. Dies schützt den Gelenkknorpel. Überdies sorgen die Menisken auch für eine bessere Verteilung der "Gelenkschmiere". Jedes Knie hat zwei Menisken, einen Innen- und einen Außenmeniskus.


Bei den Menisken kann man akute, durch große Krafteinwirkung verursachte Schäden von degenerativen, also "verschleißbedingten" Schäden trennen. Als akute Verletzungsursache kommt ein Kniegelenkverdrehtrauma z.B. beim Skifahren oder anderen Sportarten infrage, ähnlich den Verletzungsarten des vorderen Kreuzbandes. Ein völlig unbeschädigter und unverbrauchter Meniskus hat eine ganz glatte Oberfläche und ist milchig gefärbt. Nach jahrelangem Dienst im Knie entstehen Mikrorisse. Sind genügend kleine Risse vorhanden, reicht eine relativ geringe Kraft, um den Meniskus so zu schädigen, dass sich die kleinen Risse zu einem großen verbinden. Makrorisse schaden anderen Knorpelstrukturen im Knie Dann ist der Meniskus reif für eine Operation.




Bei Meniskusrissen und Abnutzung des Knorpels im Knie entstehen oft frei im Gelenk schwimmende Trümmerteile (Corpora libera - freie Körper, freie Gelenkkörper). Diese können ihrerseits den sehr empfindlichen noch gesunden Gelenkknorpel schädigen. Schlimmstenfalls kann dieser Prozess über längere Zeiträume auch zu einer Arthrose führen (Knorpelabnutzungskrankheit).


Im akuten Fall zeichnet sich der Meniskusriss durch einen intensiven Gelenkschmerz aus, das Gelenk ist nicht frei beweglich und kann sogar blockieren. Der Schmerz lässt sich bei einem Meniskusriss in den meisten Fällen sehr gut lokalisieren, und zwar im Bereich des sog. Gelenkspalts.  


Das MRT-Bild zeigt einen Horizontal- oder Schrägriss im Hinterhorn des Innenmeniskus mit Kapselentzündung (Synovitis) und vermehrter Kniegelenksflüssigkeit (Erguss). Ein gesunder Meniskus stellt sich im MRT als ein durchweg schwarzes Dreieck dar. Diese Methode iist inzwischen hoch entwickelt. Doch der Befund kann zu kleinen Teilen auch Fehlinformationen enthalten (falsch positive/negative Untersuchungsergebnisse beim MRT). Deshalb muss der Befund u. a. immer eng mit dem klinischen Untersuchungsbefund des Kniegelenkes gesehen und bewertet werden.  


Bei der Arthroskopie ist anzustreben, so viel wie möglich gesundes Meniskusgewebe für die Zukunft zu erhalten. Die Sanierung des Meniskusschadens ist möglichst bald anzustreben und besteht meistens in der Begradigung bestehender Risse oder bei bestimmten Rissformen in der Naht des Meniskus.


Grundsätzlich bestehen diese zwei Möglichkeiten gerissene Menisken zu behandeln:


Geeignete Risse kann man per Naht oder mit speziellen Stiften und/oder Schrauben reparieren, in andern Fällen muss das abgerissene Stück entfernt werden, vor allem wenn sich der Riss in der nicht durchbluteten Zone des Meniskus befindet (innere Zone weiß, mittlere Zone rotweiß, Basiszone rot - Naht nicht durchführbar, schlecht durchführbar, möglich).


Selbstverständlich wird der Meniskusreparatur, wann immer möglich, der Vorzug gegeben.


Neue Möglichkeiten zum Reparieren von Rissen: Neben den bereits erwähnten Meniskusnähten und Klammern wurden in letzter Zeit zahlreiche neue technische Möglichkeiten zur Wiederherstellung von Meniskusrissen entwickelt. Zwei der jüngsten Entwicklungen sind der sog. Doppelpfeil, wobei eine Naht die beiden Pfeile verbindet.

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Meniskustransplantationen:
(Status nascendi)
Bei jüngeren Patienten, besonders wenn noch keine durch Arthrose bedingte Abnutzung oder Rissschaden vorliegt, kann die Verpflanzung eines Spendermeniskus von einer speziellen Gewebebank in Erwägung gezogen werden. U. a. in den USA und in Europa sind derartige Spendermenisken erhältlich (Eurotransplant in den Niederlanden). Diese (menschlichen) Ersatzgewebe sind unter der Bezeichnung "Allografts" bekannt. Sie können mit Hilfe einer minimalinvasiven arthroskopischen Technik eingepflanzt werden, und die bisher erzielten Ergebnisse sind sehr ermutigend. Der transplantierte Meniskus wird mit anhängenden Knochenstiften versenkt und die Peripherie mit arthroskopisch gesetzten Meniskusnähten fixiert. Die Transplantate kommen von menschlichen Spendern, werden aber auch von Firmen aus tierischem Knorpel (spezielle Rinderzuchten aus den USA) hergestellt. Die Gefahr einer Krankheitsübertragung ist gering. Sofern der verpflanzte Meniskus vom Körper des Patienten in den ersten Jahren nicht abgestoßen wird, hat das Knie wesentlich bessere Aussichten, eine Arthroseentstehung zu vermeiden. Das Collagen Meniskus Implantat (CMI) eine neue Behandlung zur Erneuerung von verlorenem Meniskusgewebe.
Die Meniskustransplantation hat sich aber wegen der Restrisiken noch nicht durchgesetzt.


Aufklärung bei Arthroskopie


Vor der Operation werden mit jeden Patienten neben den allgemeinen Operationsrisiken die speziell für die Kniespiegelung zutreffenden Risiken besprochen.
hier einige Spezielle Risiken:


Rezidiv  


Wiederauftreten von meniskusbedingten Kniereizzuständen  und Knieschmerzen (Rezidiv). Das Wiederauftreten von Schmerzen nach der Operation ist auch durch nochmalige Traumatisierung, durch Überlastung oder Abnutzungsprozesse im Kniegelenk möglich. Häufig ist eine nochmalige Arthroskopie notwendig. Weiterhin kann es sein, dass zum Zeitpunkt der Kniespiegelung vorhandene Schädigungen für den Operateur nicht erkennbar waren (z. B. versteckte Schädigung der Meniskusrückseite).


Lagerungsschäden


Während der Operation wird das Kniegelenk stabil gelagert und mit einer sog. Blutsperrenmanschette versehen. Hierdurch kann es zu Druckschädigung des kniegelenksnahen Oberschenkels kommen.  Meist erholen sich nach einigen Wochen bis Monaten durch mechanischen Druckgeschädigte Nerven und Muskelfasern von selbst oder in Begleitung von bereits milden therapeutischen Maßnahmen.


Insbesondere können Schädigungen des Wadenbein-Nerven (Nervus fibularis) eintreten. Weichteilschmerzen im Bereich der Muskulatur und der Muskelansätze durch Lagerung sind meist nur von sehr kurzer Dauer. Selbst schwere Druckschädigungen des Nervus fibularis können im Zeitraum von Wochen und Monaten wieder deutliche Besserung erfahren. Insbesondere eine Muskelschwäche der Fußheber kann sich bessern. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu einer nicht mehr rückgängig zumachenden Schädigung des Nervens kommen.


Kniegelenksinfektion nach der Arthroskopie


Sonst sehr harmlose Bakterien verursachen im Gelenk schon in kleiner Zahl eine Infektion des Kniegelenkes, wenn sie während oder nach der Operation in das Gelenk geraten.
Sterilität und höchster Sauberkeitsstandard kann auch heute leider nicht "tausendprozentig" verhindern, dass nach einer Arthroskopie eine Infektion auftritt.  


Das Gelenk ist nach der Operation in seiner Abwehrkraft geschwächt. Flüssigkeitsansammlungen (Wundwasser, Gelenkerguss) treten nach Operationen häufig auf. Auch trotz der ins Knie eingelegten Drainagen (kleine Silikonschläuche zum Entfernen von Flüssigkeiten aus dem Gelenk), bilden diese Flüssigkeitsansammlungen einen für Bakterien idealen Zufluchtsort vor dem Abwehrsystem des Menschen im Blut (Abwehrzellen). Nun vermehren sich die Bakterien und können oft nicht ohne eine erneute Operation aus dem Knie eliminiert werden.
Wie kommen die Bakterien ins Knie?


Es kommen zwei Wege infrage. Erstens der direkte, also das Einschleppen der Bakterien während der Operation und zweitens über das Blut. Bakterien kommen in unserem Blut häufiger vor als man früher annahm. Dieses Phänomen nennt man transiente Bakteriämie. Schleimhäute in der Nase oder im Mund sind auch bei gesunden Menschen zeitweise "nicht ganz dicht", was den Schutz vor Bakterien angeht. Deshalb ist es normal, wenn sich in der Blutbahn hin und wieder bis zur Eliminierung durch die Körperabwehr einige Bakterien in unserer Blutbahn tummeln. Das kann aber bei einem frisch arthroskopierten Knie fatal enden.


Ist eine Infektion im Knie fatal?  Was passiert?


Eine Infektion ist schlecht. Sie muss schnell erkannt und konsequent behandelt werden. Dann sind die Chancen sehr gut ohne schwere Dauerschäden. Solche drohen. Eine schwere und eine verschleppte Infektion kann eine sog. Präarthrose bedeuten. D. h. es wird sich wegen der Infektion im Verlauf des Lebens schneller und früher eine Arthrose einstellen als bei einem normalen Verlauf nach der Arthroskopie.


Standardbehandlung ist eine erneute Arthroskopie. Hierbei erfolgt vor der Spülung und teilweisen Entfernung der mit Bakterien besiedelten Gelenkschleimhaut eine Einteilung der Infektion in Stadien. Je nach Stadieneinteilung erfolgen wiederholte arthroskopische Operationen. Zusätzlich gibt es Schmerzmittel, Antibiotika, Maßnahmen zur Entzündungseindämmung und Ruhe, um anschließend so früh wie möglich mit Übungsbehandlungen zu starten.       


Die Infektion wird wie eine zusätzliche Krankheit behandelt und braucht mindestens 4-8 Wochen bis zur endgültigen Genesung.


Komplikationen sind immer bitter, für Patient und Arzt. Bitte lassen Sie sich auch über die genannten Themen hinaus eingehend aufklären, wenn Sie operiert werden. Informierte Patienten haben erfahrungsgemäß insgesamt bessere Erfolgsaussichten.
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Nach der Operation empfiehlt der Operateur dem Patienten konkrete Verhaltensrichtlinien.
Dabei werden Belastbarkeit und Bewegungsausmaß des operierten Gelenkes,  Wundbehandlung und Prognose und ggf. die Weiterbehandlung des  Kniegelenks genau besprochen. Meistens ist nach einer Meniskusoperation eine Vollbelastung nach wenigen Stunden des Gehtrainings mit Unterarmstützen möglich und deshalb keine Heparin-Vorbeugung gegen Thrombose mehr notwendig.


Meistens sind nach der Arthroskopie nur geringe Mengen von schmerzlindernd und antientzündlich wirksamen Tabletten (z. B. Diclofenac) notwendig. Besonderes Augenmerk wird auf die krankengymnastische Nachbehandlung nach der Arthroskopie gelegt. Durch die Erkrankung des Kniegelenkes im Vorfeld der Operation ist meist durch eine Schonung der Oberschenkelmuskel ausgedünnt und entkräftet, besonders wenn es nicht möglich war vor der Operation Muskelaufbautraining durchzuführen (schmerzbedingte oder logistische Probleme) muss nach der Operation intensiv geübt werden, um den Muskelverlust wieder auszugleichen. Betroffen ist meistens der mittlere Muskelbauch des Oberschenkelmuskels (Musculus quadrizeps femoris).


Allgemeines zu orthopädische Operationen
          

Bei jeder Operation erfolgt im Vorfeld eine sorgfältige Vorbereitung. Dabei spielt das  Aufklärungsgespräch des Patienten mit dem Operateur eine hervorragende Rolle. Nicht nur der orthopädische Chirurg (Operateur), sondern auch der Patient muss über die anstehende Operation in vollem Umfang Bescheid wissen. Allerdings werden selbst heutzutage noch viele Patienten über die Operation nur sehr flüchtig aufgeklärt. Oft fehlt es an Zeit, so dass mancher Patient nicht vollständig über den Eingriff aufgeklärt fühlt.


Das wesentlich Wissenswerte an den meisten Operationen ist allerdings auch für den Laien sehr gut verständlich.
Erfahrende Chirurgen berichten in Auswertung ihres Schaffens davon, dass ein aufgeklärter Patient wesentlich bessere Heilungschancen hat, als derjenige Patient, der sich für seine gesundheitliche Situation nur gering oder gar nicht interessiert.


Der Chirurg klärt den Patienten über den gesamten Verlauf der operativen Behandlung auf. Er geht bei dem Aufklärungsgespräch genau auf die Vorbereitung der OP, auf das Verfahren  während der Operation (incl. auf Erweiterung oder Minimierung des Eingriffes) und die Nachbehandlung nach der Operation ein. Der Patient sollte sich auf dieses Gespräch vor einer Wahloperation (Operation mit minderer Dringlichkeit) gut vorbereiten und sich konkrete Fragen an den Operateur eventuell notieren und diese dann im Gespräch stellen.


Auch nach dem Aufklärungsgespräch bis zur Operation ist es noch möglich dem Operateur Fragen zu stellen. Bitten Sie nötigenfalls einfach um ein zweites Gespräch!


Das Besprechen des Risikos für Komplikationen ist ein wichtiger Bestandteil des Aufklärungsgespräches. Hierbei soll der Patient keines falls durch die Informationen des Operateurs irritiert werden, sondern muss sich mit den möglichen Komplikationen eines Eingriffes auseinandersetzen. Der Gesetzgeber  schreibt dies dem Arzt vor. Dem Patienten eröffnet sich die Möglichkeit, sich noch besser zu informieren. Denn: auch wenn Risiken bei Wahleingriffen heutzutage gering sind, im Falle einer Komplikation ist es für den Patienten ebenfalls bereits vorher besser, über die Behandlung der Komplikation Bescheid zu wissen.


Bei jeder Operation besteht sie Möglichkeit, dass sog. Komplikationen eintreten. Jeder Operateur wird alles dafür tun, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Aber auch der
Zustand des Patienten (Begleiterkrankungen oder schädliche Verhaltensweisen, sowie die sog. Zivilisationskrankheiten) können das Risiko für das Auftreten von Komplikationen erhöhen. Der Operateur wird dem Patienten gerne Hinweise dafür geben, wie er durch sein eigenes Verhalten vor der Operation und vor allem nach der Operation für das gute Gelingen und gegen das Auftreten von Komplikationen  Sorge tragen kann.


Komplikationen
An anderer Stelle erläutern wir für bestimmte orthopädischen Operationen die ganz speziellen Komplikationsmöglichkeiten. Hier die häufigsten allgemeinen Komplikationen:


Wundheilungsstörungen:
Als Wundheilungsstörungen werden Störungen des sog. primären Wundverschlusses bezeichnet. Die Wundränder heilen nicht wie vorgesehen glatt aneinander. Der Wundheilverlauf ist verlängert. Die Wunde benötigt länger als geplant eine Wundbehandlung und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (u. a. besondere Sauberkeit, ggf. Schonung und regelmäßige Kontrolle durch den Arzt).


Wundinfektionen:
Mit Wundinfektionen sind Entzündungen gemeint, meist aufgrund einer Infektion der Wunde mit einfachen Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken). Diese Bakterien gehören eigentlich zu unserer gesunden Hautflora und können nach einer Operation im Wundgebiet schädlich werden. Wenn bei dem betroffenen Patienten z.B. Begleiterkrankungen vorliegen, sind in seltenen Fällen auch schwere Infektionen mit schwer behandelbaren oder mit sog. multiresistenten Bakterien möglich. Die multiresistenten Keime sind gegen die meisten Antibiotika der modernen Medizin resistent und deshalb sehr gefährlich. Bei Infektionen der Operationswunde können Bakterien auch benachbarte Organe infizieren. Zum Beispiel kann die sog. Osteomyelitis (Knochenentzündung) auftreten. Hierbei ist es oft erforderlich mehrere Operationen hintereinander durchzuführen (z.B. sog. Etappenlavage: bei manchmal täglichen Operationen reinigt der Operateur große Wundareale mit einer speziellen Spüllosung und legt ggf. Antibiotikum getränkte Ketten- in die Wunde ein, um die Keimzahl zu reduzieren).  Noch viel seltener ist eine sog. Sepsis. Von Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, spricht man, wenn sich die Infektion mit Bakterien von der Wunde über das Blut auf andere Organe des Menschen weiterverbreitet. Diese Krankheit bedarf meist intensiver Krankenhausbehandlung. In solchen seltenen Fällen besteht u. U. Lebensgefahr.


Verletzung benachbarter Strukturen:
Hiermit sind vor allem Nerven- Sehnen- oder Gefäßverletzungen gemeint. Trotz des hohen Standards in der Ausbildung der orthopädischen Chirurgen kann es besonders bei schwierigen Operationenverhältnissen oder in kritischen Phasen der Operation zu ungewollten Verletzungen von Körperstrukturen kommen. Dies ist glücklicherweise besonders selten. Aus den Verletzungen können Folgeerscheinungen hervorgehen. Zum Beispiel kann die Schädigung eines Nervens, der für die Gefühlsweiterleitung eines Zeigefingers zuständig ist, mit dem Ausfall der Gefühlseigenschaft oder mit der Beeinträchtigung dieser Gefühlseigenschaft verbunden sein. Ein Nerv, der zerschnitten wurde, kann nur sehr selten seine Funktion wieder aufnehmen. Wenn ein Nerv während der Operation gequetscht, verdrängt oder mechanisch nur gering beschädigt wurde, kann er seine Funktion von selbst wieder erlangen. Die Durchtrennung größerer Nerven wird in der Regel noch während der Operation durch eine Nervennaht behandelt. Bei der Durchtrennung von Muskeln und Sehnen können im Fall der Früherkennung noch während der Operation Gegenmaßnahmen (Naht) ergriffen werden.
Beim Verletzen eines Gefäßes sind Einblutungen in das Gewebe möglich (Hämatome), größere Hämatome müssen früh erkannt werden und benötigen Behandlung, da ein hohes Risiko zur Infektion eines Hämatomes besteht.


Thrombose
Als Thrombose bezeichnet man die Bildung eines Blutgerinnsels in den tief liegenden Venen  vor allem der Beine und der Arme (Venen sind Adern, die Blut zum Herzen führen). Am häufigsten kommen Thrombosen in den Unterschenkeln vor. Begünstigt wird das Auftreten von Thrombosen durch jegliche Form von Operationen. Grund hierfür ist der „Tatbestand" der Immobilisation, d. h. weniger Körperaktivität begünstigt das Entstehen von Thrombosen. Insbesondere das Gehen und Laufen ist nach einer Operation meist nur eingeschränkt möglich. Unsere normale Körperaktivität (die normalen Gänge) hat einen positiven Effekt auf das Strömen des Blutes in unseren Adern. Dieser positive Effekt ist also durch die geringe Mobilität bei und v. a. nach jeder Operation gehemmt. In der Regel muss der Patient während der Operation und nach der Operation in einem Bett liegen, so dass der Blutfluss in den Adern langsamer wird. Es kann passieren, dass in den Unterschenkelvenen feste Bestandteile des Blutes an der Innenwand der Vene kleben bleiben und die Vene verengen. Die enge Stelle wird als Thrombus bezeichnet. Eine Thrombose ist entstanden. Sie kann den betroffenen Unterschenkel durch Schwellung und weitere Folgezustände sehr stark und sogar auf Dauer schädigen. Lebensbedrohlich ist jedoch die Folgekrankheit der Thrombose:


Die Lungenembolie.  Hierbei löst sich der Thrombus von der Venenwand und wird entlang der Venen im Blut in Richtung Herz geschwemmt und verstopft möglicherweise lebenswichtige Lungengefäße. Lungenembolien können zum Tode führen, können aber auch völlig unbemerkt ablaufen. Bei der Planung einer jeden Operation sind Maßnahmen gegen Thrombose von absoluter Wichtigkeit. Nicht jeder Patient erhält Blutverdünnungsmittel (Heparin, z. B. als Spritze unter die Haut in die Bauchdecke), bei vielen Patienten sind eine sog. Frühmobilisation und das Tragen von Kompressionsstrümpfen für die Beine ausreichend.                                                                                                                                                                  


Tod
Über den Tod wird nicht gern geredet. So spielt er auch bei den Aufklärungsgesprächen selten eine Rolle. In der Regel treten alle Komplikationen nur sehr selten auf und lebensgefährliche Komplikationen fast gar nicht. Auch ist durch den hohen technischen und wissenschaftlichen Standard die Behandlung von schweren Komplikationen in Deutschland mit seinen modernen Krankenhäusern nahezu optimal.
Gesundheitspapiere   


Medizin basiert auf Krankengeschichte. Die Papiere der eigenen Krankenakte sind im Notfall von sehr großer Wichtigkeit. Heute liegen zum Beispiel dem Notarzt viel zu selten Notfalldokumente eines Verunglückten vor. Das kostet wertvolle Zeit. Diese ist in der Medizin sehr kostbar. Patientenfax schließt seit 2003 von Berlin aus die Lücke.
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Eine vollständige Krankenakte ist bei Krankheitsfällen im Krankenhaus, in der Arztpraxis oder beim Notarzt wichtig für die schnelle und richtige Therapie. Im Laufe eines Menschenlebens fallen viele Gesundheitspapiere an. Diese liegen aber im Notfall selten vor. Sie liegen teils beim Hausarzt, teils bei Spezialisten, oder in mehreren Krankenhäusern verstreut. Die Verfügbarkeit ist schlecht.


Dies führt oft zur Verzögerung der Behandlung oder kann gar zur falschen Behandlung führen.


Ältere Arztbriefe oder Befunde werden nach einer gewissen Zeit von Krankenhäusern und Arztpraxen vernichtet. Deshalb sorgt Patientenfax vor. Patientenfax legt Ihre Krankenakte an und sendet sie Ihnen im Fall der Fälle zu. 24 Stunden, rund um die Uhr steht, die Akte für Sie bereit. Als Fax oder Brief, als Ganzes oder nur die aktuellen Notfalldaten.


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