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Der Fuß hat
Besonderheiten
Füße habe viele
Besonderheiten. Für eine Operation ist vor allem die Durchblutung
von Bedeutung. Der Fuß ist unser unteres Ende und stellt während
eines normalen Tages eines Menschen in Mitteleuropa den tiefsten
Punkt des Körpers dar. Sowohl die Versorgung mit frischem Blut als
auch der Abtransport des Venenblutes aus dem Bein stellen eine
biologische Schwierigkeit dar.
Zur Heilung von Haut und
Knochen ist also nach der Operation eines Fußes vom Körper mehr
Anstrengung und auch mehr Zeit erforderlich, bis die notwendigen
Heilprozesse abgeschlossen sind als bei Operationen zum Beispiel an
der Hand oder am Gesicht.
Warum wachsen Fußnägel
langsamer als Fingernägel? Tatsächlich wachsen Fingernägel nahezu
doppelt so schnell wie Fußnägel. Das liegt an den ungünstigeren
Durchblutungsverhältnissen am Fuß.
Nach einer
Operation am Fuß ist also die Heilung erschwert. Gerne schwillt
ein Fuß für lange Zeit an und die Zeit für die Wundheilung ist
verlängert. Auch der Zeitraum des postoperativen Schmerzes ist oft
länger als nach anderen Operationen.
All dies
verlangt spezielle Maßnahmen bei der Vorbereitung und der
Durfchführung eines solchen Eingriffes. Auch der Patient kann viel
tun, um den Operationserfolg zu optimieren. Fragen Sie gezielt nach!
Ihr Orthopäde wird Ihnen speziell auf Ihren Fall zugeschnittene Tips
zur Optimierung Ihres Operationsergebnisses geben. Wenn Sie diese
beherzigen kann das von großem Nutzen sein.
Operationen bei Hallux
valgus
Weichteil-, Knochenumstellungs-,
gelenkerhaltende u. gelenkentfernende Operationen
Komplikationen bei Operationen seriöse Operateure klären den
Patienten auch über Risiken gut auf
Allgemeine Komplikationen orthopädischer Operationen
Bei jeder Operation erfolgt im
Vorfeld eine sorgfältige Vorbereitung. Dabei spielt das
Aufklärungsgespräch des Patienten mit dem Operateur eine
hervorragende Rolle. Nicht nur der orthopädische Chirurg
(Operateur), sondern auch der Patient muss über die anstehende
Operation in vollem Umfang Bescheid wissen. Allerdings werden selbst
heutzutage noch viele Patienten über die Operation nur sehr flüchtig
aufgeklärt. Oft fehlt es an Zeit, so dass sich mancher Patient nicht
vollständig über den Eingriff aufgeklärt fühlt.
Das
wesentliche Wissenswerte an den meisten Operationen ist allerdings
auch für den Laien sehr gut verständlich.
Erfahrende
Chirurgen berichten in Auswertung ihres Schaffens davon, dass ein
aufgeklärter Patient wesentlich bessere Heilungschancen hat, als
derjenige Patient, der sich für seine gesundheitliche Situation nur
gering oder gar nicht interessiert.
Der Chirurg klärt den
Patienten vor der Operation über den gesamten Verlauf der
Behandlung auf. Er geht bei dem Aufklärungsgespräch genau auf
die Vorbereitung der OP, auf das Verfahren während der
Operation (incl. auf Erweiterung oder Minimierung des Eingriffes)
und die Nachbehandlung nach der Operation ein. Der Patient sollte
sich auf dieses Gespräch vor einer Wahloperation (Operation mit
minderer Dringlichkeit) gut vorbereiten und sich konkrete Fragen an
den Operateur eventuell im Vorfeld notieren und diese dann im
Gespräch stellen. Auch nach dem Aufklärungsgespräch bis zur
Operation ist es noch möglich, dem Operateur Fragen zu stellen.
Bitten Sie nötigenfalls einfach um ein zweites Gespräch!
Das
Besprechen des Risikos für Komplikationen ist ein wichtiger
Bestandteil des Aufklärungsgespräches. Hierbei soll der Patient
keinesfalls durch die Informationen des Operateurs irritiert werden.
Vielmehr muss der Operateur den Patienten mit den möglichen
Komplikationen eines Eingriffes auseinandersetzen. Der Gesetzgeber
schreibt dies dem Arzt vor. Dem Patienten eröffnet sich die
Möglichkeit, sich noch besser zu informieren. Die Risiken bei
Wahleingriffen sind heutzutage gering. Die meisten Komplikationen
bei Operationen sind gut behandelbar. Im Falle einer Komplikation
ist es für den Patienten wichtig, vorher über die Behandlung einer
eventuellen Komplikation wenigstens grob Bescheid zu wissen.
Bei jeder Operation besteht sie Möglichkeit, dass sog.
Komplikationen eintreten. Jeder Operateur wird alles dafür tun,
dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Aber auch der
Zustand des Patienten (Begleiterkrankungen oder schädliche
Verhaltensweisen, wie Rauchen und Unsportlichkeit) können das Risiko
für das Auftreten von Komplikationen beeinflussen. Der Operateur
wird dem Patienten gerne Hinweise dafür geben, wie er durch sein
eigenes Verhalten vor der Operation und vor allem nach der Operation
für das gute Gelingen und gegen das Auftreten von Komplikationen
Sorge tragen kann.
Welche Komplikationen sind
gemeint?
Als allgemeine
Komplikationen werden diese bezeichnet, die bei fast
jeder Operation eintreten können. Die häufigsten und wichtigsten
allgemeinen Komplikationen sind: - Wundheilungsstörungen: Als
Wundheilungsstörungen werden Störungen des sog. primären
Wundverschlusses / Wundheilung bezeichnet. Die Wundränder heilen
nicht wie vorgesehen glatt aneinander. Die Dauer der Wundheilung ist
verlängert. Der Heilverlauf ist gestört. Die Wunde bedarf länger die
Behandlung und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (u. a.
Verbandswechsel, besondere Sauberkeit, ggf. Schonung und regelmäßige
Kontrolle durch den Arzt) als geplant.
- Wundinfektionen: Mit Wundinfektionen sind
Entzündungen gemeint, meist aufgrund einer Infektion der Wunde mit
einfachen Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken). Diese Bakterien
gehören eigentlich zu unserer gesunden Hautflora und können nach
einer Operation im Wundgebiet schädlich werden. Wenn bei dem
betroffenen Patienten z.B. Begleiterkrankungen vorliegen, sind in
seltenen Fällen auch schwere Infektionen mit schwer behandelbaren
oder mit sog. multiresistenten Bakterien möglich. Die
multiresistenten Keime sind gegen die meisten Antibiotika der
modernen Medizin resistent und deshalb sehr gefährlich. Bei
Infektionen der Operationswunde können Bakterien auch benachbarte
Organe infizieren. Zum Beispiel kann die sog. Osteomyelitis
(Knochenentzündung) auftreten. Hierbei ist es oft erforderlich
mehrere Operationen hintereinander durchzuführen (z.B. sog.
Etappenlavage: bei manchmal täglichen Operationen reinigt der
Operateur große Wundareale mit einer speziellen Spüllosung und legt
ggf. Antibiotikum getränkte Ketten- in die Wunde ein, um die
Keimzahl zu reduzieren). Noch viel seltener ist eine sog.
Sepsis. Von Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, spricht man, wenn
sich die Infektion mit Bakterien von der Wunde über das Blut auf
andere Organe des Menschen weiterverbreitet. Diese Krankheit bedarf
meist intensiver Krankenhausbehandlung. In solchen seltenen Fällen
besteht u. U. Lebensgefahr.
- Verletzung benachbarter
Strukturen: Hiermit sind vor allem Nerven- Sehnen- oder
Gefäßverletzungen gemeint. Trotz des hohen Standards in der
Ausbildung der orthopädischen Chirurgen kann es besonders bei
schwierigen Operationenverhältnissen oder in kritischen Phasen der
Operation zu ungewollten Verletzungen von Körperstrukturen kommen.
Dies ist glücklicherweise besonders selten. Aus den Verletzungen
können Folgeerscheinungen hervorgehen. Zum Beispiel kann die
Schädigung eines Nervens, der für die Gefühlsweiterleitung eines
Zeigefingers zuständig ist, mit dem Ausfall der Gefühlseigenschaft
oder mit der Beeinträchtigung dieser Gefühlseigenschaft verbunden
sein. Dies kann bei dem betroffenen Patienten zu einem
Taubheitsgefühl oder zu Kribbeln der Haut im kleinen Finger führen.
Ein Nerv, der zerschnitten wurde, kann nur sehr selten seine
Funktion wieder aufnehmen. Wenn ein Nerv während der Operation
gequetscht, verdrängt oder auf anderem Wege mechanisch gering
beschädigt wurde, kann er seine normale Funktion u. U. von selbst
wieder erlangen. Die Durchtrennung größerer Nerven wird in der Regel
noch während der Operation durch eine Nervennaht behandelt. Bei der
Durchtrennung von Muskeln und Sehnen können im Fall der
Früherkennung noch während der Operation Gegenmaßnahmen (Naht)
ergriffen werden. Beim Verletzen eines Gefäßes sind Einblutungen in
das Gewebe möglich (Hämatome), größere Hämatome müssen früh erkannt
werden und benötigen Behandlung, da ein hohes Risiko zur Infektion
eines Hämatomes besteht.
- Thrombose: Als Thrombose
bezeichnet man die Bildung eines Blutgerinnsels in den tief
liegenden Venen vor allem der Beine und der Arme (Venen sind
Adern, die Blut zum Herzen führen). Am häufigsten kommen Thrombosen
in den Unterschenkeln vor. Begünstigt wird das Auftreten von
Thrombosen durch jegliche Form von Operationen. Grund hierfür ist
der „Tatbestand der Immobilisation, d. h. weniger Körperaktivität
begünstigt das Entstehen von Thrombosen. Insbesondere das Gehen und
Laufen ist nach einer Operation meist nur eingeschränkt möglich.
Unsere normale Körperaktivität ("die normalen Gänge im Alltag") hat
einen positiven Effekt auf das Strömen des Blutes in unseren Adern.
Dieser positive Effekt ist also durch die geringe Mobilität bei und
v. a. nach jeder Operation gehemmt. In der Regel muss der Patient
während der Operation und nach der Operation in einem Bett liegen,
so dass der Blutfluss in den Adern langsamer wird. Es kann
passieren, dass in den Unterschenkelvenen feste Bestandteile des
Blutes an der Innenwand der Vene kleben bleiben und die Vene
verengen. Die enge Stelle wird als Thrombus bezeichnet. Eine
Thrombose ist entstanden. Sie kann den betroffenen Unterschenkel
durch Schwellung und weitere Folgezustände sehr stark und sogar auf
Dauer schädigen. Lebensbedrohlich ist jedoch die Folgekrankheit der
Thrombose:
- die Lungenembolie: Hierbei löst sich das
Gerinnsel (der Thrombus) von der Venenwand und wird entlang der
Venen im Blut in Richtung Herz geschwemmt und verstopft schließlich
lebenswichtige Lungengefäße. Lungenembolien können zum Tode führen,
können aber auch völlig unbemerkt ablaufen. Bei der Planung einer
jeden Operation sind Maßnahmen gegen Thrombose von absoluter
Wichtigkeit. Nicht jeder Patient erhält Blutverdünnungsmittel
(Heparin, z. B. als Spritze unter die Haut in die Bauchdecke), bei
vielen Patienten ist eine sog. Frühmobilisation und das Tragen von
Kompressionsstrümpfen für die Beine ausreichend.
-
Tod. Über den Tod wird nicht gern geredet. So spielt er auch bei den
Aufklärungsgesprächen selten eine Rolle. In der Regel treten
Komplikationen nur sehr selten auf und lebensgefährliche
Komplikationen fast gar nicht. Auch ist die Behandlung von schweren
Komplikationen in Deutschland mit seinen modernen Krankenhäusern
nahezu optimal.
spezielle Komplikationen nach
Vorfuß OPs
Das Ausheilen von Komplikationen, den Erfolg
seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt
garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie
Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), Embolien
(Schlagaderverschlüsse durch verschleppte Gerinnsel), Verletzung von
Nerven und Gefäßen sowie Nachblutungen sind Dank der Fortschritte
der Medizin aber viel seltener geworden. Wundheilungsstörungen und
Infektionen lassen sich in der Regel gut beherrschen, wenn auch
gelegentlich Zweiteingriffe erforderlich werden. Der Eingriff wird
gewöhnlich in Blutleere vorgenommen, um Blutverluste zu vermeiden.
Dabei wird für die Dauer der Operation das Blut durch die
Blutdruckmanschette zurückgehalten. Danach können - sehr selten -
Durchblutungsstörungen oder Mißempfindungen auftreten, die sich
jedoch meist rasch wieder zurückbilden. Trotz aller Sorgfalt kann es
gelegentlich zu einem Rückfall, Korrekturverlust oder zu einer
Überkorrektur und schmerzhaften Bewegungseinschränkungen kommen, die
ggf. zusätzliche Operationen notwendig machen.Auf die näheren
Umstände des Leidens und die Bedeutung, die Vor- und
Begleiterkrankheiten sowie auf das für Sie am besten geeigneteste
Operationsverfahren geht der Orthopäde im Aufklärungsgespräch ein.
Dabei informiert er Sie über alles, was wir nach ärztlicher
Erfahrung wichtig ist. Bitte fragen Sie ihn nach allem, was Ihnen
wichtig erscheint, er wird Sie gerne, Ihrem persönlichen
Informationsbedarf entsprechend, umfassend
beraten.
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