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Chipkarte fürs System

vs. Patientenfax für Patienten

Eine Chipkarte, die dem Patienten gehört ist gut. Daten der Gesundheit werden darauf gespeichert sein. Auch gut. Das große Interesse des Deutschen Gesundheitssystemes gilt aber keineswegs den Patienten. Einsparungen durch Abbau von Bürokratie, Vermeidung von Mehrfachuntersuchung/Doppelbehandlung und Beschleunigung der Behandlung sollen mit einer Patientenchipkarte erreicht werden. Doch leider wirft das von staatswegen befohlene Sammeln von Daten Sicherheitsmängel auf. Auf der Chipkarte können derzeit nur sehr wenige Daten gespeichert werden. Man will nun auf großen Computern zentral massenhaft Patientendaten speichern, die früher nur in den Karteikarten des Hausarztes zu finden gewesen sind. So ist der Gläserne Patient geboren, von Versicherungen und Arbeitgebern sicherlich bald ebenfalls durchschaubar. Das ist nicht gut. 


die aktuellen Nachrichten                     Presse der Chipkarte (Gesundheitskarte)

 

07/2007:

"Ärztekammer Berlin lehnt elektronische Gesundheitskarte in jetziger Form ab

Delegierte beschließen Resolution gegen eine überhastete Einführung

Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin lehnt die elektronische Gesundheitskarte in der aktuell geplanten Form ab. Die Berliner Delegierten schließen sich damit den Beschlüssen des 110. Deutschen Ärztetages in Münster an. Das Ärzteparlament betont, dass eine Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und der damit notwendige elektronische Arztausweis nicht zu Lasten des Arzt-Patienten-Verhältnisses gehen dürfe. Es müsse vor jeder Entscheidung eine klare rechtliche Bewertung sowie eine belastbare transparente Kostenrechnung für die Ärzte vorliegen. Die Delegierten hoben zugleich hervor, dass sich die Berliner Ärzteschaft neuen Technologien nicht verschließe. "Dennoch, es sind die Bedürfnisse der Patienten und Ärzte, um die es geht, (Weiter-) Entwicklungen sind unabdingbar, aber sie müssen auf täglichen Erfahrungen in Klinik und Praxis aufbauen", heißt es in der Resolution weiter und: "Von oben verordneter, überhastet durchgedrückter so genannter Fortschritt hilft nicht, schadet nur." Auf dem Deutschen Ärztetag hatten die Delegierten festgestellt, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis durch die Speicherung hoch sensibler Daten auf zentralen Rechner schwer beschädigt werde. Der Zugriff auf diese Daten und der Missbrauch durch Dritte könne nicht sicher verhindert werden. Zudem gibt es nach Ansicht der Ärzteschaft keinen belegbaren medizinischen Nutzen und die Praxisabläufe würden erheblich behindert. Darüber hinaus warnen sie davor, die Kosten für diese milliardenschwere Entwicklung auf Patienten und Ärzte abzuwälzen. Die elektronische Gesundheitskarte wird auch eines der Hauptthemen auf dem 111. Deutschen Ärztetag 2008 in Ulm sein

Resolution der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin

Die DV der Ärztekammer Berlin hat am 4. Juli 2007 folgende Resolution beschlossen:
Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin begrüßt die Beschlüsse des 110. Deutschen Ärztetages 2007 in Münster zur "Elektronischen Gesundheitskarte".
Sie bestätigt ausdrücklich auch die Position der Ärztekammer Berlin wie sie aus diversen Stellungnahmen u. a. in der Kammerzeitschrift Berliner Ärzte hervorgeht.

Begründung: Schon weit vor der jetzt in vielen Landesärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen geäußerten Kritik und Ablehnung zur Einführung der e-Card hatte die Berliner Ärzteschaft auf die eigentlichen Kernpunkte hingewiesen. Eine Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und der damit notwenige elektronische Arztausweis darf nicht zu Lasten des Arzt-Patientenverhältnisses gehen. Es muss vor jeder Entscheidung eine klare rechtliche Bewertung sowie eine belastbare transparente Kostenrechnung für die Ärzte vorliegen. Die Berliner Ärzteschaft verschließt sich nicht neuen Technologien. Dennoch, es sind die Bedürfnisse der Patienten und Ärzte um die es geht, (Weiter-) entwicklungen sind unabdingbar, aber sie müssen aufbauen auf täglichen Erfahrungen in Klinik und Praxis. Dort müssen Ziele definiert und Wege aufgezeigt und auch neue gegangen werden. Von oben verordneter, überhastet durchgedrückter so genannter Fortschritt hilft nicht, schadet nur. Eine Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der genannten Resolutionen und Stellungnahmen findet durchaus die grundsätzliche Zustimmung der Berliner Ärzteschaft..."  aus Website der Ärztekammer Berlin

 

Pleite bei der Einführung der neuen Kassen-Chipkarte, Berliner Zeitung - Schlagzeile vom 13.07.05: "schon jetzt ist klar: Sie wird vorerstweniger können als versprochen

Startschuss in Bayern, ...kommenden Donnerstag soll zumindest in Bayern das Startsignal für einen größeren Modellversuch in Ingolstadt gegeben werden. ...Doch der Vorstoß Bayerns trügt. Frühestens 2008, womöglich erst 2010, dürften für alle rund 82 Millionen Bundesbürger Karten ausgegeben sein... ...Zudem wird der neue Ausweis anfangs vergleichsweise wenige Funktionen bieten: 'die Gesundheitskarte ist in der ersten Stufe relativ doof ', heißt es bei der Techniker Krankenkasse.... ...So wird die Karte vor allem die Abrechnung von Leistungen vereinfachen. ...Womöglich noch ein Jahrzehnt entfernt ist man von einer elektronischen Patientenakte, ..."

Dieser Artikel zeigt, die Kassen wittern Einsparungen durch die verbesserten Abrechnungsmöglichkeiten und weniger Bürokratie in Milliardenhöhe. Aber der wirkliche Vorteil für die Patienten wird in der nächsten zeit nicht realisiert.  

Zwar ist die Einrichtung von Notfallinformationen auf der Gesundheitskarte freiwillig, die Stammdaten und das elektronische Rezept sind jedoch Pflichtbestandteile der gespeicherten Informationen.

 

Die Berliner Zeitung vom 11. Februar 2005 schreibt unter der Schlagzeile:
„Industrie: Zeitplan für Gesundheitskarte kaum zu halten

Die Einführung elektronischer Gesundheitskarte zum geplanten Zeitpunkt ist nach Ansicht der Industrie gefährdet. 'Die pünktliche Einführung der Karte im Jahr 2006 droht zu scheitern, wenn auf das Expertenwissen der Industrie verzichtet wird' , sagte Vizepräsident Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom)…..
…. der Verband warnte zudem davor die Karte zunächst nur als „Spar-Version zu realisieren, die nur die Pflichtanwendungen wie Personendaten und elektronische Rezepte erlaubt. Hingegen müssten von Anfang an auch freiwillige Funktionen wie der elektronische Arztbrief, wie elektronische Patientenakte und der Medikamentenabgleich möglich sein. Nur so könne die Karte ihre Vorteile für die Versicherten entfalten und massive Einsparungen bei Behandlungskosten, Medikamentenverordnung und Verwaltung erzielt werden.Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sollen alle Beteiligten im Gesundheitswesen vernetzt werden. Dazu wird die Karte in ein Gerät in der Arztpraxis beim Apotheker oder in der Klinik eingelesen. Die auf ihr gespeicherten Daten sind dann abrufbar. Gleichzeitig sind die Lesegeräte mit Servern in Rechenzentren verbunden, wo ebenfalls Informationen lagern. Die Rechenzentren sind wiederum mit den Datenverarbeitungsanlagen der Krankenkassen verbunden. Da es sich bei Angaben zur Gesundheit um hochsensible Personendaten handelt, sind jedoch noch wesentliche Datenschutzfragen zu klären. Beispielsweise ob die freiwilligen Angaben direkt im Kartenchip oder auf einem Server gespeichert werden."

Deutsches Ärzteblatt vom 15. Oktober 2004:
"Strukturen verbessern - Gesundheitsministerium fordert professionelles Projektmanagement
Bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte setzt die Regierung vorerst weiter auf den Konsens der Selbstverwaltung. Bisher haben nur die Kassen fristgerecht ein Konzept zur Lösungsarchitektur vorgelegt. Der Entwurf wird jedoch von den Leistungserbringern, vom Bundesgesundheitsministerium und der Industrie als inkonsistent und lückenhaft beurteilt.'ir unterstützen den Diskussionsprozess der Selbstverwaltung weiter', betonte Dr. Stefan Bales vom Ministerium beim vierten Wieslocher Symposium. Das Papier werde zur Zeit geprüft, und man sei dabei, eine Liste mit Fragen an die Spitzenverbände zu erarbeiten. Das Ministerium kritisiert vor allem die schwerfälligen Entscheidungsstrukturen und das unzureichende Projektmanagement. es fordert deshalb einen gemeinsamen Projektmanager mit weit reichende Entscheidungsbefugnis, der das Kartenprojekt vorantreiben soll. Der Vorschlag stößt jedoch auf wenig Gegenliebe bei der Selbstverwaltung. Diese will sich bis zum einen 20. Oktober auf Einlösung einigen. Der Zeitplan für die Einführung der Karte hat sich bereits nach hinten verschoben. So sollen erst ab dem dritten Quartal 2005 die Ausschreibungen für die großen Testphasen beginnen ab dem vierten Quartal sind Tests geplant, die sich über zwei Quartal erstrecken und den Charakter einer probeweisen Einführung haben sollen."
das deutsche Ärzteblatt vom 23. August 2004 berichtet :
"Patientenhoheit über die Daten beeinträchtigt den propagierten Nutzen.
Die elektronische Gesundheitskarte unterliegt der Hoheit des Patienten.Er allein bestimmt, welche Daten gespeichert werden, heißt es in einer Mitteilung der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Der Patient allein sollte auch entscheiden, ob Daten für bestimmte Ärzte gesperrt werden.Die Vereinigungen weisen jedoch darauf hin, dasssich ein möglicher Missbrauch der Daten durch eine zentrale Speicherung nicht völlig verhindern lässt. Sie kritisieren, dass der behandelnde Arzt sich dadurch auf die Vollständigkeit der gespeicherten Daten nicht verlassen kann und kostentreibende Doppeluntersuchungen und Verschreibungen auch künftig möglich sind. Für dieses Dilemma habe das Bundesgesundheitsministerium bisher keine Lösung aufgezeigt, heißt es. Die Vorteile der Karte würden durch die Patientenhoheit über die Daten konterkariert.Der Zweite KBV - Vorsitzende Dr. med. Leonard Hansen betonte: 'das Projekt kann nur gelingen, wenn Akzeptanz bei Ärzten und Patienten vorhanden ist. Deshalb fordern wir, die Daten dort zu lassen, wo sie sicher sind: in dem durch das StGB geschützten Bereich der Praxen.'  


 Kommentar von Pfx

 

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Pfx 2007: Eine Chipkarte, die dem Patienten gehört ist gut. Daten der Gesundheit werden darauf gespeichert sein. Auch gut. Das große Interesse des Deutschen Gesundheitssystemes gilt aber keineswegs den Patienten. Einsparungen durch Abbau von Bürokratie, Vermeidung von Mehrfachuntersuchung/Doppelbehandlung und Beschleunigung der Behandlung sollen mit einer Patientenchipkarte erreicht werden. Doch leider wirft das von staatswegen befohlene Sammeln von Daten Sicherheitsmängel auf. Auf der Chipkarte können derzeit nur sehr wenige Daten gespeichert werden. Man will nun auf großen Computern zentral massenhaft Patientendaten speichern, die früher nur in den Karteikarten des Hausarztes zu finden gewesen sind. So ist der Gläserne Patient geboren, von Versicherungen und Arbeitgebern sicherlich bald ebenfalls durchschaubar. Das ist nicht gut. 

Pfx 2004: Die Krankenakte sichern und führen, Notfalldaten ständig parat haben, auf Wunsch dem behandelnden Arzt die relevanten Informationen der eigenen Krankengeschichte zur Verfügung stellen - das ist Patientenfax.

Ein großer Vorteil von Patientenfax ist die Unabhängigkeit von Krankenkasse und Verwaltung oder Politik.


In der Notfallmedizin ist das Zurückgreifen auf die Krankengeschichte des Patienten erfahrungsgemäß äußerst wichtig.


Die EU arbeitet seit längerem an der Entwicklung einer sogenannten Gesundheitskarte. Hierdurch soll vor allem ein Werkzeug zur Senkung der Gesundheitsausgaben entstehen.

Für den Patienten bietet eine elektronische Gesundheitskarte die Möglichkeit wichtige Informationen kompakt zu speichern und im Notfall an den behandelnden Arzt zu liefern.

Die Kosten für dieses Projekt sollen ca. 1,4 Milliarden € betragen. Ärzte, Apotheker und Krankenkassen haben Zugriff auf die Daten der Versicherten. Geplant ist ebenfalls die Einrichtung von zentralen Datenbanken.

Der Zeitplan sieht die Einführung der Gesundheitskarte für den ersten Januar 2006 vor. Schon heute ist klar, dass die Vorteile dieses technischen Hilfsmittels für den einzelnen Patienten sehr überschaubar wenn nicht gar äußerst gering sind, wenn er nicht bereit ist, seinen persönlichen Datensatz mit brisanten Informationen über Gesundheit (u.a. Medikamentenbedarf, Krankengeschichte, Häufigkeit von Arztbesuchen usw.) an große Institutionen weiterzuleiten.




Patientenfax.de findet: 2006 ist es wohl soweit. Endlich ist sie da. Jedenfalls soll schrittweise eine neue Chipkarte (Gesundheitskarte) für jeden Kassenpatienten zur Verfügung stehen. Es wurde eigentlich auch Zeit.

Um die rauhen Mengen Papier eines Patienten hat sich bislang niemand gekümmert.
Dabei lebt die Medizin von den Informationen aus der Krankenakte. Die Art und Dauer der Behandlung hängt oft wesentlich von der Krankengeschichte des Patienten ab.
Das ist schon seit Jahrzehnten so.Jedes Blatt Papier kann wichtige Informationen enthalten. Solche wichtigen Gesundheitspapiere sind Dokumente. Diese Dokumente verblieben bislang in der Praxis des Arztes.Wenn ein Mensch erkrankte, standen ihm wesentliche Informationen oft nicht zur Verfügung.

Die neue Gesundheitskarte kann wichtige Informationen des Patienten speichern.Prinzipiell ist das System Chipkarte ein Schritt in die richtige Richtung.Sieht man jedoch zwischen den Zeilen der politischen Verlautbarungen nach, kann man erkennen, daß es sich bei den Anstrengungen um die Einführung der neuen Chipkarte, um einen weiteren kläglichen Versuch handelt, Geld im Gesundheitssystem einzusparen.

Patientenfax hat keine politischen Interessen. Wir möchten, dass jeder Patient im Notfall mit den wichtigsten Daten seiner Krankengeschichte ausgerüstet ist.Patientenfax.de stellt seinen Kunden seit März 2003 diese Möglichkeit zur Verfügung.

Patientenfax.de hofft, dass die nächsten Monate mehr vorteilhafte Details der Chipkarte für alle Patienten an das Tageslicht bringen und weniger die finanzpolitischen Wunschträume einzelner Herrschaften.

Fragen, die weiter offen sind:
Zu welchem Zeitpunkt hat jeder Kassenpatient in Deutschland die neue Chipkarte voll zur Verfügung?Erhalten Privatpatienten ebenfalls eine neue Chipkarte?Was machen Patienten im EU-Ausland mit der Chipkarte?Was kann man mit der Chipkarte außerhalb Europas anfangen, z. B. in Amerika? Was tun, wenn man im Notfall keine Chipkarte zur Hand hat?Wann wird in den restlichen EU-Ländern eine neue Chipkarte eingeführt?

 

 

 

 

 

 

 

 

Sammeln.Patientenfax sammelt jedes Papier mit Informationen über Ihre Gesundheit und stellt aus diesen Papieren eine Krankenakte her. Diese Papiere werden in Zeitliche und Inhaltliche Ordnung gebracht. Sobald Sie ein neues Papier haben, senden Sie es per Fax an uns. Wir sammeln es für Sie.
Sichern.Die Krankenakte im Faxabruf bleibt und bleibt und bleibt. Während Ärzte Ihre Unterlagen nach einer bestimmten Zeit wegwerfen, lässt Patientenfax einen Datenverlust nicht zu. Sie können jederzeit auch die ältesten Unterlagen  abrufen. Wir schützen sie mit einem ausgeklügeltem System vor Missbrauch und vor Neugier.   
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